Vom 7. Dezember 2015

BUND zum Gaslaternen-Streit: „Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür“

Düsseldorf, 07.12.2015 | Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte zur Fortschreibung des “Masterplanes Energieeffiziente Straßenbeleuchtung“ fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), beim lokalen Engagement für Klimaschutz und Energieeinsparung nicht nachzulassen.

„Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür“, sagte Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND-Landesverbandes. „Die Stadt Düsseldorf muss ihre CO2-Emissionen noch um weitere 75 Prozent verringern,  um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Da sind alle Bereiche gefordert, ihren Beitrag zu leisten.“ Das gelte auch für die Straßenbeleuchtung.

Allerdings vermisst der BUND in der aktuellen Auseinandersetzung um den Ersatz der Gasleuchten die notwendige  Sachlichkeit. „Auch das Klimaschutzargument ist nicht wirklich überzeugend“, so Michael Süßer, Sprecher der BUND-Kreisgruppe Düsseldorf. „ Zwar kann die Umstellung von Gasbeleuchtung auf LED eine Energieeinsparung von etwa 80 Prozent erbringen, dies ist aber nicht entscheidend für die städtische CO2-Bilanz.“ Angesichts von städtischen Kohlendioxid-Emissionen von jährlich etwa 4,8 Millionen Tonnen falle eine mögliche Reduktion durch den Ersatz der Gasleuchten von 13.000 Tonnen kaum ins Gewicht.

Nach Ansicht des BUND sind durch andere Maßnahmen schnellere, kostengünstigere und effizientere Erfolge beim Klimaschutz zu erzielen.  Der BUND wünscht sich zum Beispiel ein stärkeres städtisches Engagement bei der Reduktion der verkehrsbedingten Treibhausgas-Emissionen. Der Verkehr ist in Düsseldorf für einen jährlichen CO2-Ausstoß von etwa 1,1 Millionen Tonnen verantwortlich. Auch müsse die energetische Sanierung  der Gebäude -  auch der städtischen – beschleunigt werden.

Langfristig müsse aber auch die Straßenbeleuchtung CO2-neutral werden. Dabei sollte nach BUND-Auffassung auch die Umstellung der Gaslaternen  auf den Betrieb mit Biogas geprüft werden. Es mache wenig Sinn, die anfallenden Bioabfälle in der Müllverbrennungsanlage zu verheizen. Vielmehr sollten sie als Rohstoff für die Biogasproduktion genutzt werden und so ihren Beitrag zur Substitution von fossilem Erdgas leisten.

Pressekontakt:

Demontration am Samstag, 5. Dezember

Vom 4. Dezember 2015

Demonstration der Düsseldorfer Jonges für den Erhalt der Düsseldorfer Gasbeleuchtung am 05. Dezember 2015, 12:00 -13:00 Uhr auf der Landskrone

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Düsseldorf,

wie bereits in der Presse angekündigt, werden wir am 05.12.2015, von 12 bis 13 Uhr, für den Erhalt der Düsseldorfer Gaslaternen demonstrieren.
Diese Demonstrationskundgebung wird an dem für uns so geschichtsträchtigen Ort auf der Landskrone (hinter Breuninger) stattfinden, wo schon vor über 50 Jahren unser Verein gegen die Tamms’schen Pläne erfolgreich demonstriert hat. Am 10. Dezember 2015 will der Stadtrat entschließen, dass die Stadtverwaltung mehr als 10.000 funktionstüchtige Gaslaternen „abreißen“ darf. Ohne weitere Bürgerbeteiligung. Zu einem Preis von vermutlich 100.000.000 €. Und auf Kosten der Anlieger, die sich zur Hälfte an den Kosten beteiligen müssen. Lassen Sie uns gemeinsam dem Stadtrat zeigen, dass wir Bürgerinnen und Bürger dagegen sind. Wir sind für mehr Bürgerbeteiligung. Wir sind für den Erhalt von Gaslaternen. Und wir sind nicht allein.

Wir haben 5 Schwerpunkte:

  1. Wir sind für den Erhalt der Düsseldorfer Gaslaternen und den Erhalt unseres historischen Stadtbildes (Kulturerbe)!
  2. Wir wollen eine Bürgerbeteiligung nicht nur Bürgerinformation!
  3. Wir sind gegen Steuerverschwendung! Für ca. 100 Mio. Euro sollen funktionstüchtige Gaslaternen und durch neuere (nicht zwingend LED!) Laternen ersetzt werden. Die Anlieger sollen 50% der Kosten tragen.
  4. Wir sind für mehr Transparenz! Gemeinsam mit dem Bund der Steuerzahler NRW bezweifeln wir die Wirtschaftslichkeitsberechnungen der Stadtverwaltung! Erfahrungen aus den „umgerüsteten“ Städten Berlin und Frankfurt am Main geben uns Recht!
  5. Wir sind für eine einvernehmliche Lösung! Der für den 10. Dez. 2015 geplante Ratsbeschluss zum Abriss von 10.000 Gaslaternen muss verschoben werden, bis die Stadt mit allen Beteiligten eine einvernehmliche Lösung gefunden hat. Wir haben zu diesem Zweck mit Fachleuten und Vertetern anderer Heimatvereine eine \’Kompromisskarte\’ entwickelt, die von einem Erhalt von ca. 10.000 Gaslaternen in stadthistorisch wichtigen Gebieten ausgeht.

Neben einigen Reden werden wir bei unserer Versammlungvon auf der Landskrone auch ein kleines Begleitprogramm aufbieten. Musikalisch wird die Veranstaltung begleitet von der Band „Powerkraut“.

Bitte kommen Sie zahlreich, erzählen Sie Ihren Freunden, Bekannten und Betroffenen davon. Es geht um etwas. Um den Erhalt eines Kulturgutes, ernsthafte Bürgerbeteiligung und die sinnvolle Verwendung von Steuergeldern! Um den Erhalt von Gaslaternen!

Abriss ohne Ratsbeschluss: Lörick

Vom 4. April 2015
Auf dem Grevenbroicher Weg in D-Lörick,wo hinten schon ein paar “DDR”-LED-Attrappen Typ “Trapp Babelsberg” hingestellt wurden, ist in den letzten Wochenim mittleren Abschnitt der Straße eine Aufsatzleuchtegegen einen schäbige Lumega-Natrium-Strahler ausgetauscht worden. Die ganze anmutige Gaslichtstraße ist mit dieser rot-orangen Lichtsoße endgültig versaut, die Atmosphäre zerstört.

Abriss ohne Ratsbeschluss: Lierenfeld und Gerresheim

Vom 3. April 2015
Die Fichtenstraße (tangiert die berühmte Kiefernstraße)in D-Lierenfeld mit ihren etlichen Reihenleuchten ist
in einer regelrechten Blitz-Aktion komplett auf Lumega-LED-Kloschüsseln umgerüstet worden.
Die Gäste vom “ZAKK”-Kulturzentrum warten jetzt in eisigem LED-Lichtauf Einlass…

An der Morper Straße in Gerresheim (an der Glashüttensiedlung) sind nun die ersten Absperr-Baken für den großen Reihenleuchten-Abriß aufgestellt. Das kleine Plätzchen in der Gneisenaustraße zeigt abends einen Lichtfarbensalat: Eisiges Lumega-Licht, in der Platzmitte das leicht roséfarbene Fleischthekenlicht des dreiarmigen Plastik-LED-Kandelabers und im Hintergrund das goldige Gaslicht.

Lott de alde Jaslatäne stonn!

Vom 12. Februar 2013

Impressionen des Spiesratze – Wagens vom Düsseldorfer Rosenmontagszug am 11. Februar 2013:

Laternen laufen vor der Flex des OB davon

Laternen laufen vor der Flex des OB davon

Lieber Diplom - Handlanger Dirk Elbers: Lass' die alten Gaslaternen stehen

Lieber Diplom - Handlanger Dirk Elbers: Lass' die alten Gaslaternen stehen

OB Elbers legt selbst Hand (den Trennschleifer) an

OB Elbers legt selbst Hand (den Trennschleifer) an

Danke, liebe Spiesratze!

Menschenkette zum Erhalt des Gaslichts in Berlin

Vom 20. November 2012

Am Samstag, 17.11.2012 fand in Berlin-Charlottenburg am Amtsgerichtsplatz eine Kundgebung für die Erhaltung der Gaslaternen statt, anschließend formierte sich eine Menschenkette rund um das Amtsgericht.

Etwa 500 Personen beteiligten sich an der Aktion.

Berlin: Ilja Richter trommelt für das Gaslicht

Vom 1. November 2012

Ilja Richter rief zur Rettung der Berliner Gaslaternen auf! Auf diesen letzten Montag im Oktober 2012 hatten viele Gaslicht- Freunde aus Berlin und andernorts lange gewartet. Im Theater am Kurfürstendamm fand die angekündigte Gala für die Rettung der Berliner Gaslaternen statt. Ilja Richter moderierte und führte durch das Programm, das aus Musik, Gesang, Tanz, Kabarett und Lesungen bestand. Namhafte Berliner Künstler traten unentgeltlich auf und trommelten für die Rettung der beliebten Berliner Gaslaternen.

Hansaallee – der direkte Vergleich

Vom 16. März 2012
Auf der Hansaallee sind die ersten zwei Abschnitte Lumega-Natrium in Betrieb:
Prinzenallee bis ca. Amboßstraße/”Heinrich-Heine-Gärten”
(dort wurden die Gasleuchtköpfe auch schon entfernt),
Löricker Straße bis Grevenbroicher Weg – dort sind die Gasleuchten noch parallel in Betrieb. (Foto)

Neugier genügt: Radiotipp für Montag 2. Mai

Vom 30. April 2011

Unser Mitstreiter Andreas Meßollen im WDR-Interview.

(Link)

Gaslicht ist Atomstromfrei!

Vom 12. April 2011

ENERGIEWENDE JETZT!
Seit dem Reaktorunglück in Japan ist nichts mehr so wie es war. Die Energiewende soll kommen: Weniger Atomkraft. Deutschlands Energieversorgung wird umgerüstet, doch die kommunalen Verwaltungen demontieren und verschrotten mit Hochdruck die vorhandene alternative Beleuchtung.

Gaslicht – das einzige technische Licht ohne Strom aus Atomkraftwerken

Die Grundlagen seitens der Verwaltungen mit den behaupteten Verbesserungen durch geschönte Verbrauchswerte, den Vergleich nicht vergleichbarer Leuchten und Einbeziehung unterschiedlicher Atomstromanteile zur CO2 Berechnung – zum Nachteil des Gaslichts – sind mit der Kehrtwende weggefallen und stimmen schon im Ansatz nicht mehr.

Klimaschutz durch Atomstrom?

Gaslicht ist eine wichtige ausbaufähige Technologie im Zeitalter des Ausstiegs aus der Atomkraft. Mit effizienten und modernen Techniken können erneuerbare Energiequellen genutzt und entwickelt werden.

Stoppt – jetzt! – die Zerstörung vorhandener Gasbeleuchtungsanlagen und investiert in diese bewährte Alternative der Lichttechnik. Wir haben schon heute die Möglichkeit, die Abhängigkeit vom Atomstrom zu vermeiden.

ProGaslicht e.V.